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Jugend debattiert
Regionalwettbewerb, Finalisten der Sek. I
Emma Timmer (1. von links)
Jugend debattiert:
Gesamtschule Emsland das erste Mal offiziell dabei –
Emma Timmer im Landeswettbewerb in Hannover
„Soll eine Kennzeichnungspflicht für Fleisch aus Massentierhaltung eingeführt werden?“ Von der Gesamtschule Emsland erreichte die Finalteilnehmerin Emma Timmer (9.1) bei der ersten offiziellen Teilnahme auf Regionalebene einen hervorragenden 2. Platz. Damit qualifizierte sie sich für den Landeswettbewerb im März im Landtag in Hannover. Beim Regionalwettbewerb „Jugend debattiert“ ging es für die vier Finalisten der Altersgruppe Sekundarstufe I um diese Streitfrage. Ethische bis finanzielle Aspekte – vom Tierwohl, Verbraucherschutz bis zu möglichen Etikettierungen und Gütesiegeln - wurden von den Schülern auf erhellende Weise debattiert. Der Preis ist ein dreitägiges Seminar mit allen Regionalsiegern aus Niedersachsen, bei dem professionelle Rhetoriktrainer die Schüler schulen. Zusammen mit dem Erstplatzierten vom Greselius-Gymnasium in Bramsche wird Emma Timmer am Regionalsiegerseminar in Bad Nenndorf teilnehmen.

Als erste Schule aus dem Emsland nahm die Gesamtschule Emsland am Regionalverbundwettbewerb „Jugend debattiert“ am 25. Januar in Nordhorn am Evangelischen Gymnasium teil. Vier Schülerinnen und Schüler des 9. und 10. Jahrgangs, Paul Pavlitzek (Schulsieger 2017), Marvin Ley, Emma Timmer und Mika Zaudtke hatten sich kürzlich im Schulwettbewerb der Gesamtschule durchgesetzt.


Seit Herbst 2016 ist die Gesamtschule Emsland Mitglied im Regionalverbund„Hase-Ems-Vechte“ und nimmt nun zum ersten Mal als erste Schule im Emsland an diesem bundesweiten Wettbewerb offiziell teil.

Die vier Finalisten der sechs teilnehmenden Schulen fuhren am 25. Januar 2017 zum Regionalwettbewerb nach Nordhorn. Dort wurden die besten Debattantinnen und Debattanten ermittelt, die Siegerinnen und Sieger qualifizierten sich für den Wettbewerb auf Landesebene.

Bei „Jugend debattiert“ führen vier Schülerinnen und Schüler ohne Gesprächsleiter nach klaren Regeln ein sachorientiertes Streitgespräch. Zwei Schüler vertreten die Pro- und zwei Schüler die Kontra-Seite. Die Streitfragen werden ihnen beim Wettbewerb 10 Tage vorher zur Vorbereitung bekannt gegeben. Erst eine halbe Stunde vor Beginn der Debatte erfahren die Teilnehmer, ob sie die Pro- oder Kontra-Position vertreten. Deshalb müssen sie die Streitfragen vorher von allen Seiten beleuchtet und gut vorbereitet haben. In der Debatte gewinnt nicht der Lauteste, sondern der, der andere durch Sachkenntnis, Ausdrucks- und Gesprächsfähigkeit überzeugt.

„Soll jeder Schultag mit einer Stunde Fitness beginnen?“ Beim Schulwettbewerb „Jugend debattiert“ ging es für 12 Schülerinnen und Schüler des 9. und 10. Jahrgangs der Gesamtschule Emsland um diese Streitfrage. Die Problematik fehlender Umkleidekabinen und Duschen bis hin zur Veränderung der Stundentafel wurden von den Schülern auf informative und auch unterhaltsame Weise debattiert.
Unter der Leitung der Projektlehrerinnen Frau Arends-Machnik, Frau Wusterack und Frau Horstkamp fanden am 11. Januar drei Qualifikationsrunden und zwei Finalrunden statt. Das Thema der Finalrunden war: Sollen bei allgemeinen Wahlen Jugendliche schon ab 16 Jahren wählen dürfen?

Der Schulleiter Herr Weber, die stellvertretende Schulleiterin Frau Troué, die zuschauenden Klassensprecher des 8. Jahrgangs und ebenso die Jury waren von den rhetorischen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler beeindruckt. Es machte Spaß und war eine Freude, die Debatten zu verfolgen. Gewonnen haben alle Teilnehmer: bei unterschiedlicher Meinung respektvoll miteinander umgehen, aktiv zuhören und frei sprechen, sicher und selbstbewusst auftreten. Jugend debattiert bereichert den Unterricht und das schulische Leben. Das Training der Argumentations- und Teamfähigkeit führt spielerisch an gesellschaftliche Themen heran und schult Toleranz, Respekt und die Auseinandersetzung mit anderen Standpunkten.

Seit dem bundesweiten Start 2002 ist „Jugend debattiert“ das größte privat-öffentlich finanzierte Projekt zur sprachlichen und politischen Bildung in Deutschland. Weit über 135000 Schülerinnen und Schüler von allgemeinbildenden Schulen sind jährlich aktiv bei dem Projekt dabei.

"Jugend debattiert" wird durchgeführt von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und auf Initiative und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Projektpartner sind die Robert Bosch Stiftung, die Stiftung Mercator und die Heinz Nixdorf Stiftung. Kooperationspartner sind die Kultusministerkonferenz, die Kultusministerien und die Parlamente der Länder.

Hintergrund des Wettbewerbs ist, dass die beteiligten Stiftungen mit "Jugend debattiert" Schülerinnen und Schüler aller Schularten ermutigen wollen, durch Debattentraining ihre sprachliche, politische und persönliche Bildung zu verbessern.