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Musikunterricht online - bei der Gesamtschule Emsland kein Problem
Die Gesamtschule Emsland führt den Instrumentalunterricht in den vier Orchesterklassen der Jahrgänge 5 bis 8 wie gewohnt fort - fast jedenfalls. Anstatt sich in den Unterrichtsräumen im Schulgebäude zu treffen, finden sich die Schülerinnen und Schüler und die entsprechenden Lehrkräfte in Online-Meeting-Rooms zusammen. So arbeiten jeden Dienstag in der Zeit zwischen 10:00 Uhr und 13:15 Uhr bis zu 100 Lernende mit 7 Pädagoginnen und Pädagogen in kleinen Gruppen zusammen. „Dank unserer hervorragenden medialen Ausstattung an der Gesamtschule Emsland - alle Schülerinnen und Schüler haben ein eigenes iPad - ist es uns möglich alle Kinder zuhause zu erreichen“, so Thomas Welsch, Fachbereichsleiter musisch-kulturelle Bildung. Die vierjährige Ausbildung am Instrument ist ein zentraler Bestandteil, wenn man einer Orchesterklasse angehört. Querflöte, Klarinette, Saxophon, Trompete, Posaune, Euphonium, Tuba, E-Bass und Schlagzeug werden angeboten und von ausgebildeten InstrumentallehrerInnen unterrichtet. „Ich denke, wir müssen uns mit dem Gedanken anfreunden, dass wir noch bis zu den Sommerferien im Online-Unterricht sein werden. Der Infektionsschutz geht vor. Ich bin jedoch sehr stolz auf unsere Schülerinnen und Schüler, die das Angebot nutzen und sehr diszipliniert daran teilnehmen“, so Welsch weiter. Also bleibt es dabei und auch weiterhin treffen sich LehrerInnen und Kinder im Netz um miteinander zu musizieren. Dass dabei bis zu 100 Kilometer Differenz zwischen den Orten liegen können (wenn der Trompetenlehrer in Osnabrück, die Schülerin aber auf dem Twist lebt), spielt keine Rolle. Die Lehrerinnen und Lehrer passen das Unterrichtsmaterial dementsprechend an. Es werden u.a. Aufnahmen gemacht und versendet, zu denen die jungen Musikerinnen und Musiker spielen können. So wird einerseits die Motivation hoch gehalten, anderseits bleibt man nach wie vor in der Übung und spielt weiterhin gemeinsam - nur eben über die Distanz. „Bei aller Kuriosität und Besonderheit der Zeitumstände, bringt die Art zu Unterrichten auch Vorteile. Wir haben, losgelöst vom Orchesterunterricht, gerade die Zeit die Fähigkeiten am Instrument ganz individuell zu verbessern. Jedes Kind bekommt eigens auf seine bzw. ihren Leistungstand zugeschnittene Aufgaben, das bring sie wirklich weiter“, beschreibt Thomas Welsch. Sollte die Corona-Krise auch nach den Sommerferien andauern, so ist die Musikfachschaft schon jetzt in den Vorbereitungen und wird auch weiterhin individuell auf die Situation zugeschnittenen, hochwertigen Unterricht anbieten können.