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Schulvertrag
1. Schulvertrag

Grundsätze
Unsere Schule ist eine Gemeinschaft, die Menschen von 10 bis 65 Jahren zum Lernen und Leben unter einem Dach vereint.
Das sind SchülerInnen, LehrerInnen, SozialpädagogInnen, SekretärInnen, Hausmeister, Raumpflegepersonal, Mensapersonal und Eltern.
Alle haben verschiedene Aufgaben und Interessen.
Damit das Zusammenleben klappt, brauchen wir Vereinbarungen, an die sich alle genannten Personen halten und an die sie sich gegenseitig erinnern.
Viele der Wertvorstellungen und Regeln, die für unsere Schule gelten, sind anderswo aufgeschrieben (Erlasse, Gesetze, Verordnungen, unser Schulkonzept) oder werden in unserer Kultur als selbstverständlich vorausgesetzt.
Diejenigen Regeln, die uns besonders wichtig sind und deren Verwirklichung im Zusammenleben wir anstreben, sollen hier aufgeschrieben werden als gemeinschaftlich vereinbarte Regeln: Gegenseitige Achtung und Toleranz.
Wir wollen den anderen ausreden lassen, uns nicht über andere lustig machen, andere nicht beschimpfen, sie so akzeptieren wie sie sind.
Alle Gruppen in unserer Schule wollen besonders darauf achten, dass sie alle gleichermaßen respektieren und anderen zu ihrem Recht verhelfen.
Was ungewohnt oder ungewöhnlich ist oder erscheint, ist deshalb nicht schlechter.
Das gilt zum Beispiel für unterschiedliche Nationalitäten, Hautfarben, Geschlechter, Religionen Meinungen und Fähigkeiten.

Gewaltlosigkeit
Gewalt fängt schon bei Worten an.
Beschimpfungen oder Beleidigungen sind der Anfang der vielen kleinen Alltagskriege.
Wir wollen versuchen, Konflikte möglichst friedlich und mit Worten zu regeln.
Wo Gewalt oder Gewaltandrohung im Spiel ist, auch wenn es scheinbar nur zum Spaß geschieht, hat jeder die Pflicht, Lehrkräfte zum Schutz der Betroffenen um Hilfe zu bitten.

Hilfsbereitschaft
Die Tischgruppen geben den äußeren Rahmen, den wir alle mit Leben füllen wollen: Einander helfen, die Probleme des anderen erkennen, Außenseiter aufnehmen.
Was in der Tischgruppe im Kleinen ausgeübt wird, gilt im Großen für die Stammgruppe und die Schule.

Schule als Lernort
Unsere Schule ist ein großer gemeinsamer Lernort. Wir wollen alle gemeinsam daran arbeiten, dass für jeden Einzelnen die Bedingungen dafür möglichst gut sind.
Ruhe ist eine Grundvoraussetzung für Konzentration, und die Achtung vor den Lernergebnissen und der Arbeit anderer macht erst erfolgreiches Arbeiten für uns alle möglich.
Wir wollen darauf achten, dass wir durch unser Handeln die Arbeit anderer nicht behindern.

Schule als Lebensort
Wir sind alle verantwortlich für den Zustand unseres Arbeitsplatzes.
Räume, Wände, Tische, alle übrigen Materialien müssen wir so behandeln, dass auch der nächste sie noch gerne benutzen mag.
Jeder entfernt Müll, auch wenn es nicht sein eigener ist.
Das Reinigungspersonal ist nur für die Endreinigung zuständig, für die Sauberkeit in den Räumen sorgen die Stammgruppen und Tischgruppen, auf den Fluren die Jahrgänge.
Jede Gruppe, die einen Raum verlässt, ist für dessen Zustand verantwortlich.
Für die Gestaltung der Flure und Räume und die dort notwendige Ruhe sind die Jahrgänge zuständig.
Auf den Zuwegen zu Cafeteria, Mensa und Fachräumen darf die Arbeitsruhe nicht gestört werden.

Umweltschutz
Energieverschwendung wollen wir vermeiden, unsere Müllproduktion durch Pfandflaschen und ähnliche Dinge reduzieren, unseren Abfall trennen.

Gemeinsame Beschlüsse
LehrerInnen, SchülerInnen, Eltern und weitere MitarbeiterInnen unserer Schule wirken an den Beschlüssen in Konferenzen und Gremien mit.
Gemeinsam gefasste Beschlüsse müssen von allen Beteiligten getragen und eingehalten werden, auch wenn der einzelne möglicherweise mit einem getroffenen Mehrheitsbeschluss nicht einverstanden ist.

2. Hausordnung (Gebäude und Höfe)

Zeiten

Der Unterricht beginnt um acht Uhr und kann einen offenen Anfang haben.
Das bedeutet, dass die ersten fünfzehn Minuten für alle möglichen Regelungen, Absprachen, Gespräche, Einzelübungen, Dienste genutzt werden sollten.
LehrerInnen und SchülerInnen haben ab 8.00 Uhr Anwesenheitspflicht in den Stammgruppen- oder Fachräumen.
Alle halten genau die Anfangs- und Endzeiten von Unterricht ein, schon allein, um sich nicht gegenseitig zu stören.
Für die Projektnachmittage und Projekttage gelten keine festen Pausenzeiten, sondern interne Absprachen bei benötigter und sinnvoller Entspannung.
Hier gilt es, auf besondere Rücksichtnahme gegenüber anderen Gruppen zu achten.
Der Unterricht endet um 16.00 Uhr (Montag bis Donnerstag) oder um 12.30 (Freitag).
Es ist eine Frage der Rücksichtnahme und der Pflicht, dass Unterricht unter absolut keinen Bedingungen früher enden kann.

Räume
Die Flure und Stammgruppenräume sind grundsätzlich Ruhebereiche.
Wer das Bedürfnis nach Lautstärke oder Bewegung empfindet, geht auf den Außenhof oder in den großen Innenhof.
Der kleine Innenhof ist ebenfalls ein Ort der Ruhe.
Wir schicken jeden Schüler, der im Gebäude lärmt, balgt oder rennt, nach draußen.
Die Flure und Verkehrsflächen in den Fachraumtrakten (Mukubi, NTW, vor den Küchen) sind keine allgemeinen Aufenthaltsbereiche.
Die Lehrer öffnen den Fachraum für Schüler und verschließen ihn nach Beendigung ihres Unterrichts.
Es gibt jeweils vereinbarte Sammelorte für verschiedene Fachräume.
Entweder holt der Fachlehrer die Schülerinnen aus ihrem Stammgruppenraum ab oder sie sammeln sich vor den Glastüren der Flure.
Allgemeine Aufenthaltsbereiche sind die beiden großen Hallen, die Stammgruppenräume, die Jahrgangsflure, die Cafeteria und die Höfe.
Das Verlassen des Schulgeländes ist nur auf Anordnung eines Lehrers (Unterrichtsgang) möglich.
Jeder Lehrer ist zusammen mit den Schülern für den Zustand eines zum Unterricht benutzten Raumes zuständig.
Unbeabsichtigte oder mutwillige Schäden müssen sofort gemeldet werden, für mutwilligen Schaden kommt derjenige auf, der ihn verursacht hat.
Schulfremden Personen soll unsere Schule offen stehen – solange sie eine aufsichtsbefugte Person benennen können, die über Zeitpunkt und Grund des Aufenthaltes informiert ist.

Verhalten
Jede/r von uns verhält sich selbstverständlich so, dass er/sie die Bedürfnisse anderer achtet. Dazu gehören Verhaltensweisen wie Höflichkeit, Respekt vor anderen, Freundlichkeit, Verlässlichkeit, ruhiges Verhalten in den Ruhebereichen, Sauberkeit usw. Einzelne Vereinbarungen über Verhaltensweisen können auch von Gruppen getroffen werden (z.B. Stammgruppen), sollten dann aber für alle sichtbar gemacht werden, damit sich auch andere an die gewünschten Regeln halten können.
Wir beachten alle gesetzlichen Bestimmungen und Verordnungen.
So ist zum Beispiel Rauchen an allen Sekundar-I-Schulen grundsätzlich nicht erlaubt.